Neues Infoblatt: Nachhaltigkeit im stationären Handel

Anne Buchenau-AscheGeschätzte Lesedauer: 2 Minuten

Nachhaltig und wirtschaftlich effizient handeln – geht das? Wir stellen vor, in welchen Bereichen auch KMU aus dem stationären Handel Ansatzpunkte finden, um sich mithilfe digitaler Lösungen nachhaltiger aufzustellen und dabei attraktiv für Kundinnen und Kunden zu bleiben.

Die Auswirkungen des Handels auf Treibhausgase und die Umwelt

Es könnte argumentiert werden, dass der Handel einen nur geringen Anteil an den CO2-Emissionen entlang des Lebensweges eines Produktes hat. Dennoch stoßen der Handel und die dadurch ausgelösten Aktivitäten insgesamt Emissionen aus, die immer noch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Die beiden größten Treiber sind hier die Kundenanreise und der Markt als Betrieb an sich. Hinzu kommen typische Gebäude-Emissionen wie Beleuchtung, Heizung und Kühlung, aber auch die eigene Logistik, die IT-Infrastruktur und die Verschwendung durch nicht nachgefragtes Überangebot oder Retouren. Der Handel ist also bei weitem noch nicht emissionsfrei.

Gesetzliche Vorgaben für nachhaltiges Wirtschaften

Zu den genannten umwelttechnischen Faktoren kommen immer mehr gesetzliche Vorgaben, die Unternehmen dazu bewegen, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. So gibt es seit 2021 u.a. eine jährlich ansteigende CO2-Steuer auf Kraftstoffe und weitere Gesetze oder Gesetzesvorhaben, wie das bundesdeutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder die europäische Corporate Sustainability Reporting Directive, die Sorgfalts- und Rechenschaftspflichten und damit Aufwände auf Unternehmensseite erhöhen.

Kundinnen bzw. Kunden verlangen nach immer nachhaltigeren Aktivitäten

Zuletzt ist die Wahrnehmung der Kundinnen bzw. Kunden bzgl. des Nachhaltigkeitsverhaltens der Unternehmen und Marken in den letzten Jahren stark gestiegen. Studien des Umweltbundesamtes zeigen, dass die absolute Nachfrage nach ‚grünen‘ Produkten stetig steigt. Auch wächst laut Statista die Preisbereitschaft für ‚grüne‘ Produkte. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bedeutet dies, dass nachhaltige Produkte im Sortiment zu einer höheren Kundenbindung führen können.

Infoblatt

Da es kleinen und mittelständischen Händler:innen im stationären Handel oft an Wissen zu konkreten Schritten fehlt, die sie für einen nachhaltigeren Betrieb gehen können, haben wir im Infoblatt „Nachhaltigkeit im stationären Handel – umweltfreundlich handeln mithilfe digitaler Lösungen“ Beispiele für Nachhaltigkeitsvorhaben gesammelt und aufbereitet, die mittels digitaler Tools durchgeführt werden können.

Unter anderem beantworten wir die Fragen:

  • Warum sollte ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen?
  • Wie behalte ich als Händler:in den Energieverbrauch im Blick?
  • Wie können Ausschuss und Verschwendung im Handel reduziert werden?
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