Keepoala - Retouren für E-Commerce, Kunden und Umwelt nachhaltig managen

Retouren im E-Commerce nachhaltig verringern: Keepoala widmet sich dem nachhaltigen Konsum im Online-Handel!

Was macht euer Start-up und warum glaubt ihr, wird sich eure Geschäftsidee durchsetzen?

Wir von Keepoala etablieren das erste Loyalty-Programm, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Retouren im Online-Shopping mit Hilfe der Online-Shopper zu reduzieren. Über ein smartes Incentivierungsprogramm (von engl. incentive = Anreiz, Antrieb oder Ansporn) möchten wir die Kunden dafür belohnen, getätigte Bestellungen nicht zurückzuschicken. Wird doch retourniert, dann kann der Bestellende dafür belohnt werden, detailliertere Auskünfte über Retourengründe zu geben. Der am Programm teilnehmende Onlineshop bzw. Händler profitiert von sinkenden Retouren und damit einhergehend sinkenden Kosten, höherer Kundenzufriedenheit und von besseren Einblicken in Retourengründe konsolidiert in einem dynamischen Retouren-Dashboard mit Produktwarnungen und Handlungsempfehlungen. Für den Online-Käufer ist unser Loyalty-Programm kostenfrei, der teilnehmende Shop entlohnt uns für die gesteigerte Kundenbindung und die höhere Datentransparenz aus den realisierten Kostenersparnissen. 

Wir sind davon überzeugt, dass der Schlüssel zur signifikanten Reduzierung des Retourenaufkommens bei jedem einzelnen von uns, dem Kunden selbst, liegt. Der Trend zu einem nachhaltigeren Lebensstil, dem Tracking und der Selbstoptimierung in allen Lebensbereichen wie Sport und Ernährung ist klar erkennbar. Wir wollen dieses Momentum in den Online-Konsum überführen, um damit eine positive Auswirkung zu erreichen und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Mit dem richtigen Belohnungssystem für den Online-Kunden sind wir der Meinung, die Nachfrage nach umweltbewusstem Konsum signifikant zu steigern und dadurch das Retourenproblem, sowohl für die Shops selbst als auch für die Umwelt, verringern zu können. Auf der Angebotsseite werden sich langfristig die Händler durchsetzen, die das Thema Nachhaltigkeit ernst nehmen und ihr Kerngeschäft damit anreichern, da ein ganzheitlicher Ansatz zu mehr Profitabilität und höherer Wettbewerbsfähigkeit führen wird.

WAS WAREN DIE GRÖSSTEN HÜRDEN, DIE IHR AUF EUREM GRÜNDUNGSWEG ÜBERWINDEN MUSSTET?

Die größte Herausforderung ist, dass Nachhaltigkeit für Händler im E-Commerce nicht nur ein Lippenbekenntnis sein darf bzw. ist. Das Tagesgeschäft und neue Ansätze zur Anreicherung des Kerngeschäftes unter einen Hut zu bekommen, bedarf einer klaren Strategie, die schon jetzt Nachhaltigkeit inkludiert. Wer als Händler der Meinung ist, Umweltbewusstsein kann nicht mit höherer Profitabilität und höherer Kundenzufriedenheit vereint werden, wird höchstwahrscheinlich in ein paar Jahren das Nachsehen haben. Wir streben einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Retournierenden an und sind glücklich, aktuell bereits mit zahlreichen Vorreitern unter den Shops und Marken zu sprechen.

Wo geht die Reise hin? Was sind eure Ziele für 2020 und für die nächsten fünf Jahre?

Bisher konnten wir unser Geschäftsmodell bereits durch zahlreiche, sehr positive Rückmeldungen von Kunden, Händlern und Akademikern aus dem Forschungsbereich Retouren validieren und verbessern. Jetzt geht es um weitere Kundentraktion. Hier wollen wir noch so viel wie möglich mit interessierten Händlern ins Gespräch kommen, um frühzeitig für die teilnehmenden Shops durch die Datenqualität und -analyse Mehrwerte zu generieren und darauf aufbauend die App für den Shoppenden skalieren zu können.   

In 5 Jahren wollen wir DAS Gütesiegel für nachhaltigen Konsum im Online-Handel in Europa sein. Das heißt: Wenn es darum geht, als Spieler in der E-Commerce-Welt seine Anstrengungen in Richtung nachhaltige Wertschöpfungskette und Reduzierung des CO2-Fußabdrucks effizient und vertrauensschaffend umzusetzen, dann am besten mit uns!

Wie seid ihr bekannt geworden?

Der Problematik Retoure wird in den Medien eine immer größere Aufmerksamkeit geschenkt, unter anderem in der VOX-Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ im Oktober. Das hilft uns sehr. Den höchsten Bekanntheitsgrad haben wir als Keepoala aktuell wohl unter den Lehrstühlen und renommierten Akademikern, die am Thema Vermeidung und Management von Retouren forschen. Hier besteht reger Austausch, damit wir als Wissensträger und Sparringspartner aktuellste Forschungsergebnisse in unsere Kundenlösung mit einfließen lassen können.
Ansonsten müssen wir zugeben, als „early stage“-Start-up noch etwas unter dem Radar zu fliegen. Unsere PR- und Marketingaktivitäten beschränken sich aktuell auf auf den Einzelhandel fokussierte Formate wie Podcasts sowie erste E-Commerce-relevante Pitchformate. Nächstes Jahr mit Veröffentlichung der mobilen App zur Vermeidung von Retouren wird man dann mehr von uns hören! 

Wie geht ihr mit Rückschlägen um?

Wir versuchen immer, sehr konstruktiv mit Rückschlägen umzugehen und diese als Lerneffekt in Lösungsansätze umzumünzen. Vor der gemeinsamen Zeit bei Keepoala haben wir alle mehrjährige Erfahrung in anderen Start-ups, Beratungs- und Kundenprojekten gesammelt. Die beruflichen Werdegänge sind dementsprechend von dem ein oder anderen Rückschlag gezeichnet, was aber in Konsequenz die eigene Lernkurve extrem beflügelt hat. Diesen Erfahrungsschatz können wir nun nutzen, um gemeinsam Keepoala voranzubringen und etwas Gutes zu bewirken. Letztlich ist es die gemeinsame Vision, die einen als Gründerteam zusammenschweißt und wappnet, um auch zukünftig Rückschlägen souverän zu begegnen.

Welche Tipps könnt ihr Gründern mit auf den Weg geben?

Es klingt abgedroschen, aber es ist wahr: nicht unterkriegen lassen. Wir sind als Gründerteam durch unsere beruflichen Laufbahnen schon lange im Start-up-Ökosystem zu Hause und haben alle Facetten kennengelernt. Es gibt immer Leute, vor allem zu Beginn, wenn Traktion und Beweise noch fehlen, die an der Idee zweifeln werden. Versucht die Kritik zu reflektieren und zu bewerten, um sie dann in eigenes Momentum umzuwandeln. So kann man langfristig die Zweifler eines Besseren belehren. Gründet als Team, um verschiedene Kompetenzen zu vereinen und im besten Fall mit Leuten, die ihr beruflich oder privat schon länger kennt und nicht am schwarzen Brett des Entrepreneurship-Lehrstuhls eurer Uni gefunden habt. Ihr verbringt den Großteil eures Lebens mit diesen Personen, da muss man sich zu 100 Prozent vertrauen können.

Unternehmen: Keepoala

Gründer: Sebastian Engel-Wolf, Eik Lämmerhirt, Tjark Metzner

Branche: E-Commerce, Retourenmanagement

Gründungsjahr: 2020

Firmensitz: München

Mitarbeiteranzahl: 7

Webseite: www.keepoala.com

„Die Standards von morgen, sollten schon heute gesetzt werden.“

Sebastian Engel-Wolf, Eik Lämmerhirt, Tjark Metzner– Gründer Keepoala

 

Einblicke in das Projekt