Schritt für Schritt: So steigen Einzelhändler ins Online-Geschäft ein

Linda GuddatGeschätzte Lesedauer: 2 Minuten

“Bund und Länder schließen Geschäfte” – nur wenige Wochen ist es her, als diese Schlagzeile Einzelhändler wie einen Schlag getroffen hat. Eine Maßnahme, die durchgeführt wurde, um dem Corona-Virus Einhalt zu gebieten und die vielen Ladenbesitzern auf drastische Art vor Augen führte, wie schnell die eigene Existenz auf der Kippe stehen kann. Wenn Händler*innen eine Sache durch die Krise gelernt haben, dann, wie fatal es sein kann, sich lediglich auf einen Verkaufskanal zu verlassen. Trotz Lockerung der Vorsichtsmaßnahmen, sollten Händler jetzt nicht in alte Muster verfallen. Digitalisierung darf nicht länger ein Buzzword auf der To-do-Liste sein. Wie Einzelhändler ihr Geschäft online bringen können, und was es dabei zu beachten gibt, beleuchten wir daher in diesem Beitrag.

Die wichtigsten Schritte zum Aufbau eines Online-Geschäfts

Sie haben bislang ausschließlich in einem stationären Geschäft verkauft und sich noch nicht in die Online-Welt getraut? Kein Problem. Am Anfang werden einige neue Themen auf Sie zukommen, aber wir geben Ihnen nachfolgend die wichtigsten Punkte an die Hand, um Schritt für Schritt online Produkte zu verkaufen. 

1. Plattform und Domain finden

Für den Start brauchen Sie eine Handelsplattform, die Ihnen den einfachen Einstieg ermöglicht. Suchen Sie sich hier ein Shopsystem, das Ihnen viele Designvorlagen bietet und unliebsame Themen wie Hosting für Sie übernimmt. So können Sie sich auf das konzentrieren, was Sie besonders gut können – den Verkauf. Shopsysteme wie Shopify sind dafür bestens geeignet, denn sie sind einfach zu bedienen und ermöglichen den Verkauf auf vielen Kanäle – auch ohne Programmiererfahrungen.

Als nächsten Schritt sollten Sie sich eine Domain sichern. Diese beinhaltet im besten Fall den Namen Ihres Geschäfts und endet idealerweise auf .de. Umfragen zufolge macht diese Endung den seriösesten Eindruck auf Nutzer. Auf dieser Seite finden Sie passende Domains und können diese direkt kaufen. 

2.Einen Onlineshop erstellen – daran müssen Sie denken

Ab jetzt startet der praktische Teil und Sie können endlich Ihren Onlineshop aufbauen. Mit folgende Themen sollten Sie sich jetzt auseinandersetzen:

  • Die Wahl des Themes/ der Design-Vorlage für Ihren Shop
  • Das Anlegen von Impressum, Datenschutzerklärung, AGB und Widerrufsbelehrung als separate Seiten
  • Die Wahl der richtigen Zahlungs- und Versanddienstleister
  • Die Bereitstellung von Informationen zu Zahlung und Versand für Ihre Kunden
  • Das Anlegen einer Kontaktseite und einer Über-Uns-Seite (optional, aber wichtig für den Aufbau einer Marke)
  • Die Produktfotografie
  • Die Erstellung von Produktbeschreibungen

Eine Checklist und hilfreiche Tipps für den Verkauf in Deutschland finden Sie auf dieser Seite.

3.Wo und wie Sie Produkte verkaufen können

Geht es um den Verkauf, so sind qualitative Produktbilder und eine aussagekräftige Produktbeschreibung der wichtigste Hebel für den Erfolg des Shops. Bei den Produktbeschreibungen sollten Sie vier Grundregeln beachten:

→ Schreiben Sie für Ihr Publikum, gehen Sie dabei auf deren Wünsche und Probleme ein.

→ Schreiben Sie so, dass Suchmaschinen wie Google Ihre Produkte finden können (informieren Sie sich zum Thema Suchmaschinenoptimierung!).

→ Stellen Sie die Vorteile eines Produktes klar heraus.

→ Arbeiten Sie mit Aufzählungen, um die Beschreibung “überfliegbar” zu machen. 

Behalten Sie sich bei allen Schritten stets Ihre definierte Zielgruppe im Hinterkopf. Es schadet nicht, sich den ein oder anderen Onlineshop als designtechnische Benchmark anzusehen. Sie müssen das Rad nicht neu erfinden! 

4. Vermarkten – aber richtig!

Der letzte wichtige Schritt beim Online-Business ist eine geschickte Vermarktung. Social Media, Newsletter und Google Ads können dabei von immensem Wert sein. Hilfreiche Ideen, wie Sie in 30 Tagen Ihre ersten Verkäufe erzielen, finden Sie in diesem Blogbeitrag.

Wir wünschen viel Erfolg!

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