Vital Sanitätshaus – Der Newsletter als letzter Baustein auf dem Weg in die digitale Zukunft

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel begleitet ausgesuchte Handelsunternehmen bei der Digitalisierung und Geschäftsmodellentwicklung. Ziel der Pilotprojekte ist es, beispielhaft zu zeigen, wie Betriebe sich strategisch und zukunftsweisend weiterentwickeln und digitalisieren können. Über eine Ausschreibung wurden Ende 2019 Unternehmen gesucht, die gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum diesen Weg gehen wollen.

Wie bereits hier und hier berichtet, hat das Sanitätshaus Vital im Frühjahr 2020 begonnen, mit Unterstützung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Handel neue digitale Wege zu gehen. In den verlinkten Artikeln haben wir aufgezeigt, welche „Baustellen“ in der Administration angegangen wurden: die Digitalisierung des Dokumentenmanagements und die Digitalisierung der Kundenbeziehungsprozesse.

Darüber hinaus verfügt das Sanitätshaus mittlerweile über einen eigenen Online-Shop. Dieser löst naturgemäß Probleme technisch, schafft aber im Gegenzug einen großen emotionalen Abstand der Kund:innen zum Sanitätshaus. Dies muss im Gesundheitsbereich, in dem Beratung und Vertrauen eine wichtige Rolle spielen, natürlich verhindert werden. Dafür ist die Präsenz in den Sozialen Medien unabdingbar. Hier können Händler:innen durch regelmäßige Beiträge und Filme zu einem vertrauten Bezugspunkt im Leben ihrer Kundschaft werden.

Bindung der Kundschaft durch einen Newsletter

Die perfekte Ergänzung, um den Kund:innen noch mehr Infos zu bieten, ist ein Newsletter. Deshalb soll eine solche Lösung die Digitalisierungs-Palette des Sanitätshauses in Zukunft ergänzen. Der Versand regelmäßiger personalisierter Newsletter birgt viele Vorteile: Der zeitliche und finanzielle Aufwand ist gering, die Reichweite hoch. Außerdem bietet er den Abonnent:innen einen echten Mehrwert in Form von Services; hier können sie detaillierte Infos zu Produkten und Events sowie exklusive Angebote und Rabattaktionen bekommen.

Doch zuerst muss das passende Produkt gefunden werden. Die Kriterien waren in diesem Fall leicht zu definieren: Die Lösung muss kostengünstig, intuitiv zu bedienen und DSGVO-konform sein. Um Letzteres sicherzustellen, ist es ratsam, nach einem Anbieter zu suchen, dessen Server in Europa stehen. Und tatsächlich haben wir neben den großen bekannten Lösungsanbietern, die ihre Produkte teilweise kostenfrei anbieten, aber in Sachen Datenschutz und Bedienbarkeit nicht punkten können, einen deutschen Anbieter gefunden, der unseren Ansprüchen genügt. Ist eine Newsletter-Vorlage einmal vernünftig eingerichtet, kann man in dieser zügig Bausteine, Texte und Bilder editieren und somit in kurzer Zeit neue Newsletter erstellen. Um schnell in die Materie einzutauchen, bieten die meisten Anbieter auch kurze Erklärvideos an.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Daher appellieren wir an alle Händler:innen, es einfach mal auszuprobieren. Der Aufwand ist überschaubar und der Effekt groß. Außerdem können für den Newsletter nicht nur die Kundendaten genutzt werden, die im stationären Handel gesammelt werden, sondern auch auf ihrer Homepage und über ihren Online-Shop können Händler:innen Abonnent:innen sammeln*. Während die Kundschaft aus dem stationären Handel in der Regel aus dem Umkreis kommen, wohnen Kund:innen, die online kaufen, oft weiter entfernt. Ein Newsletter ist somit das perfekte Bindeglied zwischen Online- und Offline-Geschäft – und ein perfektes Werkzeug, um seine Fangemeinde auch außerhalb der eigenen Stadtmauern zu stärken und zu vergrößern.

Das Aufsetzen der Newsletzter-Lösung war unser vorerst letztes Teilprojekt mit dem Sanitätshaus. Es hat mit unserer Unterstützung begonnen, ein Dokumentenmanagement-System und eine CRM-Lösung zu einzubinden, es hat parallel einen eigenen Online-Shop sowie Schulungen im Bereich Social Media bekommen und es verfügt nun über die Möglichkeit, Newsletter zu versenden. All diese Bausteine greifen ineinander und müssen in den nächsten Monaten im Alltag der Mitarbeitenden weiter erprobt und verfolgt werden. Denn wie schon ausführlich beschrieben, funktionieren solche großen Umstellungen in Unternehmen nur, wenn der Veränderungsprozess auch begleitet und die Neuerungen von den Mitarbeitenden angenommen werden. Gelingt dies, ist das Sanitätshaus optimal für die digitale Zukunft aufgestellt.


* Sofern beim Sammeln der Kundendaten ein Double-opt-in-Verfahren genutzt wurde.

Unternehmen: Sanitätshaus Vital

Mitarbeiter: 39

Branche: Medizinische Hilfsmittel und Verbrauchsmaterial 

Projektstart: Juni 2020

Einblicke in das Projekt