Ein neuer Webshop, geringere Prozesskosten und noch zufriedenere Kunden. Reflexa befeuert die Digitalisierung in der Sonnenschutztechnik.

Das Auftragsvolumen steigt und die Belegschaft bleibt gleich. Diese Rechnung geht auf, wenn ein intelligentes System mithilft. Mit der Integration der neuen Commerce-Lösung spart sich Reflexa die manuelle Bearbeitung von mehr als 5.000 eingehenden Aufträgen pro Jahr. Die Kund:innen profitieren ebenfalls von maßgeschneiderten Online-Angeboten und mehr.

Händlerlösung Reflexa | Projekt: Einführung eines B2B-Onlineshops inklusive Variantenkonfiguration
Händlerlösung Reflexa | Projekt: Einführung eines B2B-Onlineshops inklusive Variantenkonfiguration

Die Ausgangslage:

Als Familienunternehmen in zweiter Generation steht Reflexa für flexible und langlebige Sonnen- und Insektenschutztechnik, die Fachhändler begeistert. Die Herstellung findet seit über  60 Jahren mitten im bayerisch-schwäbischen Rettenbach statt. Inzwischen ist eine Produktionsstätte in Oederan bei Chemnitz hinzugekommen. Das Produktportfolio ist umfangreich.

Für jedes Bauvorhaben befindet sich ein passender Sonnenschutz im Sortiment. Farbe, Maße und Materialien der einzelnen Modelle konfigurieren die Kund:innen selbst. Die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass jedes Produkt den ästhetischen Ansprüchen der Bauherrinnen und Bauherren gerecht wird.

In Kombination mit der technischen Expertise des Herstellers und der Verwendung hochwertiger Materialien entstehen maßgefertigte Produkte, die zur gesteigerten Wohnqualität von Tausenden beitragen.

Eine Markise 80.000 Gestaltungsmöglichkeiten. Diese Vielfalt im neuen Webshop ansprechend darzustellen, ist besonders wichtig. Der Webshop soll als zukunftssichere Plattform dienen, die nach Bedarf erweitert werden kann und die Digital Natives unter den Kund:innen überzeugt.

Ein gut gepflegtes ERP (Enterprise Resource Planning) enthält bereits Daten über Modelle und Materialien. Vertriebsmitarbeitende erfassen Bestellungen der Fachhändler:innen manuell und tragen sie ins ERP ein. Diese Aufgabe soll in Zukunft auch der Reflexa Webshop übernehmen.

Die Herausforderung:

Das bestehende SAP ERP-System hat Reflexa gemeinsam mit B4B Solutions um einen B2B-Onlineshop erweitert. Dieser basiert auf der SAP Commerce Cloud. Eine skalierbare und erweiterbare Lösung, die zum bestehenden ERP passt. Die vereinfachte Integration war nur einer von diversen Vorteilen, die Systeme aus einer Hand mit sich bringen. Die Produktvielfalt, einschließlich aller konfigurierbaren Varianten, wird von der SAP Product Configuration unterstützt.

Wichtig war vor allem, dass über 80.000 Variationsmöglichkeiten für ein einzelnes Modell kundenfreundlich dargestellt werden. Das hat Reflexa über Marketingvarianten gelöst, die Variationen der Modelle anhand auffälliger Merkmale darstellen. Einfachere Kaufentscheidungen mittels Guided Selling führen so zu entspanntem Shopping und zufriedenen Kund:innen.

Gleichzeitig sollte der Onlineshop teils komplexe interne Vorgänge regeln, für die ansonsten Vertriebsprofis verantwortlich sind. Ganz vorne mit dabei: das Splitting der Bestellungen. Landen Produkte mit unterschiedlichen Produktions- oder Lieferzeiten in einem Warenkorb, erfolgt eine automatische Teilung des Auftrags. So ist sichergestellt, dass Kundinnen und Kunden bereits fertiggestellte Produkte direkt ausgeliefert bekommen, um diese schneller beim Verbrauchenden zu installieren. Die Kaufinteressierten geben nach wie vor nur eine Bestellung ab.

“Mit dem ergänzenden Vertriebskanal wird Reflexa den wachsenden Anforderungen durch ein skalierbares und auf das SAP-ERP abgestimmtes System gerecht. Die Konfiguration im Webshop gibt dem Fachhandel die Möglichkeit, komplexe Produkte schnell und einfach zu erfassen bei gleichzeitiger Reduzierung der Prozesskosten.”

Miriam Albrecht, Geschäfstführerin Reflexa-Werke Albrecht GmbH

Die Lösung:

Ein neuer Vertriebskanal, der die Produktpalette attraktiv und übersichtlich darstellt. Neue Mitarbeitende in Systemform, welche Aufgaben abnehmen und Kund:innen mit Informationen versorgen. Und viele neue Möglichkeiten, Wettbewerbsvorteile in der zunehmend digitalisierten Branche zu schaffen.

Im Baugewerbe ist der Generationswechsel derzeit stark zu spüren. Während die Jüngeren übernehmen, wachsen die Ansprüche an digitale Angebote. Reflexa setzt deshalb früh- und rechtzeitig auf einen Webshop, der rund um die Uhr erreichbar ist. Kund:innen konfigurieren ihre Produkte nach ihren individuellen Ansprüchen online selbst und erhalten sofort ein verbindliches Angebot. Bestellungen werden gespeichert und die Daten vereinfachen Neu- und Nachbestellungen auf beiden Seiten.

Die Integration mit dem bestehendem ERP reduziert auch nach der Implementierung der ergänzenden Commerce-Lösung die Datenpflege. Nicht zu vergessen: Onlinebestellungen benötigen kein Papier und sorgen so für einen nachhaltigeren Betrieb. Darüber hinaus hat das Projekt auch einen spannenden Dialog mit der Kundschaft entfacht und neue Funktionen, die Mitarbeiter und Kunden erfreuen dürften, sind bereits in Planung.

Konkret

Maße, Materialien, Farben – Kund:innen konfigurieren ihre Wunschprodukte ganz unkompliziert selbst und sehen die Preise sofort. Transparent und komfortabel.

Bei umfangreichen Aufträgen wird die Bestellung intern gesplittet. Fertige Artikel erreichen Kund:innen somit schnellstmöglich.

Fachhändler:innen haben die Möglichkeit, sich zu dem neuen Onlineshop zu äußern und tragen zu dessen Optimierung bei. Der Dialog unterstützt Kundenbindung und Akzeptanz der neuen Angebote.

SAP ERP und SAP Commerce Cloud sind ein starkes Team. Der Shop bezieht Daten aus dem ERP und Onlinebestellungen landen ohne Umwege im System.

Jüngere Kundschaft, zunehmende Digitalisierung des Fachhandels und der Gesellschaft – mit dem Shop ist Reflexa für die Zukunft gerüstet und verschafft sich einen größeren Spielraum für neue Services.

Das ASM-Tool bietet dem Außen- und Innendienst die Möglichkeit, Kund:innen bei der Bestellung über den Onlineshop zu unterstützen.

Tipps

DIE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN:

→ Variationsvielfalt kundenfreundlich darstellen.

→ Komplexen internen Vorgängen gerecht werden.

DIE WICHTIGSTEN LEKTIONEN:

→ Im Standard bleiben lohnt sich. Nicht standardmäßige Änderungen am ERP können später unvorhergesehene Komplikationen verursachen.

→ Prozesse, die analog funktionieren, müssen teilweise angepasst werden.

→ Das Feedback der Fachhändler:innen ist wertvoll, da Profis im Vertrieb an Konfigurationen anders herangehen, als die Kund:innen selbst

DIE WESENTLICHEN ERFOLGSFAKTOREN

✔ Fachkundiges Projektteam mit Entscheidungskraft.

✔ Standardlösungen idealerweise an vorgesehenen Stellen individualisieren.

Unternehmen: REFLEXA-WERKE Albrecht GmbH

Ort: Rettenbach

Gründungsjahr: 1961

Branche: Baunebengewerbe

Website: reflexa.de

Schrift vergrößern
Kontrast