Umsetzungsprojekt: Hagebaumarkt Grünhoff

Ein Baumarkt digitalisiert

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel begleitet Händler bei der Digitalisierung. Das Pilotprojekt startete Mitte 2019 mit dem Hagebaumarkt Grünhoff in Langenfeld bei Düsseldorf. Wandfarbe, Werkzeug, Dübel, Holzbedarf – was gibt es hier zu digitalisieren? Viel – überzeugen Sie sich selbst. 

Der Hagebaumarkt

Im Jahr 1986 eröffnete Heinz Grünhoff den Hagebaumarkt in Langenfeld und bietet seither den Heimwerkern der Region eine Nahversorgungsmöglichkeit für alles, was sie benötigen.

Über die Jahre wurde der Baumarkt durch Anmietung weiterer Verkaufsflächen erweitert und immer wieder umgebaut. Dies ermöglicht eine übersichtliche Warenpräsentation für die Kunden und ein breit gefächertes Sortiment.

Derzeit verfügt der Markt über eine Fläche von 10.000 qm mit separatem Gartencenter und einen Backshop in Eingangsbereich. Heimtierbedarf vervollständigt das Sortiment. Unter der seit 2008 als Marktleiterin waltenden Simone Berger erhielt der Hagebaumarkt Langenfeld im Jahr 2011 zum ersten Mal das Zertifikat für „Generationenfreundliches Einkaufen”, die zweite Auszeichnung folgte in 2015.

Unternehmen: Hagebaumarkt Grünhoff

Mitarbeiter: 50

Filialen: 1

Branche: Bau- und Heimwerkermärkte

„Viele Ideen waren bei uns schon vorher da. Allerdings braucht man bei der Umsetzung einen Sparringspartner, der einen leitet, bestätigt oder auch mal abrät.“

Michael Grünhoff – Geschäftsführer Hagebaumarkt Grünhoff

Hohes Potenzial besteht bei Facebook, Instagram und Youtube. Hier ist es wichtig, eine Community aufzubauen, um eine Bindung und einen Mehrwert für die Kunden zu erreichen.

 

Für die Betreuung der Kanäle Facebook und Instagram werden Experten benötigt. Diese fanden sich beim Hagebaumakt Grünhoff unter den Mitarbeitern: Nadine Frömmel und Marvin Streblow sind nun regelmäßig bei Facebook und Instagram  mit eigenen Videos zu sehen und berichten übers Heimwerken, über Neuerungen im Markt oder spezielle Aktionen. Sie werden so zu hauseigenen Influencern.

 

YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Beiträge zum Thema „Wie mache ich was?“, sind im Vergleich zum Vorjahr um 70% gestiegen. Do-it-yourself-Videos könnten eine neue Zielgruppe erreichen. Beispiele gefällig? Winterschutz: Wie bereite ich meine Außenpflanzen auf den Winter vor? Welche Schleifmaschine eignet sich für welche Schleifarbeiten?

 

Wichtig ist, dass Geschichten mit emotionalem Mehrwert erzählt werden. Je authentischer und mitreißender die Storys sind, desto höher sind die Klickzahlen und desto wahrscheinlicher ist es, dass der Content geteilt wird und sich somit verbreitet.

Der Hagebaumarkt Grünhoff bietet dir deine Wohlfühl- und Erlebniswelt für Wohnen, Garten, Genießen und Entspannen.

Für die Kunden soll es etwas Besonderes sein, wenn sie hier sind. Ziel ist es, ein neues und schönes Einkaufserlebnis zu schaffen, welches bei jedem Einkauf neu überrascht.

 

  • Warm Welcome Area
  • Wegeleitung und Orientierung – gibt es Beispiele eines Wettbewerbers, bei welchem die Wegeleitung für den Kunden besser gelöst wurde?
  • Storytelling im Baumarkt
  • Werttreiber für unseren Leitsatz
  • Events + Akademie mit strategischen Partnern
  • Gastronomie-Angebot evtl. mit einem Virtual-Reality-Bereich gestaltet wird. Während der Pause können sich die Kunden ihre Einrichtungswünsche (z.B. Bad und Küche) virtuell gestalten oder über die Virtual-Reality-Brille tapezieren lernen.
  • Ruhezonen bzw. Wohlfühloasen, die beim Shoppen zum Pausieren einladen
  • Storytelling und Events: Workshops zu Kräuterkunde und Dekorationstipps, Ostereier-Suche im Frühjahr, Grillakademie oder Weinproben mit Lesungen. All das schafft lokal Aufmerksamkeit und erreicht ein neues Publikum!

Der Anspruch ist: die Kunden sollen sich leicht, einfach und ohne große Wartezeiten informieren können.

 

  • Welche Mitarbeiter hat die Voraussetzung, eine positive Informationsanlaufstelle für Kunden zu sein?
  • Welche Eigenschaften/Fähigkeiten soll die Mitarbeiterin besitzen?
  • Empathie, Hilfsbereitschaft und Grundwissen aus den einzelnen Abteilungen sowie ein sympathisches Erscheinungsbild
  • Wie soll die tägliche Tätigkeit des „Kümmerers“ aussehen?

Durchführung einer Ist-Analyse: Welche Produkte laufen besonders gut? Kann eine Sortimentserweiterung vorgenommen werden? Bei welchen Produkten ist der Abverkauf schlecht? Kann bei diesen Produkten etwas verändert werden, so dass der Verkauf besser läuft? Falls nicht, ist es möglich, diese Produkte aus dem Sortiment zu nehmen? Welche Baumarktthemen können zu Magnetthemen werden?

 

Um das heraus zu finden, ist es wichtig, regelmäßige Trendbeobachtungen vorzunehmen und Kundenbefragungen durchzuführen. Was fehlt den Kunden oder was wünschen sie sich?

 

Ein mobiler und flexibler Pop-up-Store im Hagebaumarkt sorgt für Abwechslung und garantiert Aufmerksamkeit. Pop-up-Stores sind eine spannende Möglichkeit, um eine temporäre Attraktivität zu schaffen.

 

In dem mobilen Pop-up-Store des Hagebaumarkt werden wöchentlich/monatlich neue Produkte unterschiedlichster Art ausgestellt, vorgestellt und können natürlich auch erworben werden. Dabei handelt es sich um Produkte, die nur im Hagebaumarkt Langenfeld zu finden sind und nicht in unmittelbarer Nähe.

 

In dem Pop-up-Store könnten Start-Ups ihre neuen Produkte vorstellen. Die Start-Up-Szene zieht eine jüngere Zielgruppe an, was genau zu den Zielen des Hagebaumarkt passt. Aktuelle Start-ups sind zum Beispiel auf der folgenden Homepage zu finden: https://www.startupbrett.de/category/start-up/

  1. Der Hagebaumarkt ist auch eine Anlaufstelle für viele Handwerker. Die Betreuung und Kommunikation in diesem B2B-Bereich soll verbessert werden.
  2. Wie werden die Daten im B2B-Business verarbeitet?

  3. Überprüfung der vorhandenen Business-Kontakte auf Vollständigkeit und ggf. Nachbesserung fehlender Daten, um verschiedene Kontaktmöglichkeiten nutzen zu können.

  4. Welchen Service kann der Hagebaumarkt den Handwerkern anbieten, damit sie beim Einkauf Zeit einsparen können? Z.B.: Auf der Webseite könnte es einen eigenen Bereich für Handwerker geben, in denen die Bestellungen online getätigt werden können. Die Handwerker können zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Sie holen die bereits online bezahlte Bestellung selbst im neu eingerichteten Handwerker-Servicecenter ab oder ein Hagebaumarkt-E-Mobil liefert die bestellten Produkte in den Betrieb oder auf die Baustelle.

Von Handwerksfirmen mit bereits jetzt enger Kundenbindung kann direkt Feedback eingeholt werden. Wie würde eine eigene App ankommen? An welchen drei Pilotkunden können diese neuen Services getestet werden? Wo drückt sonst der Schuh bzw. was kann verbessert werden in der Zusammenarbeit?

Projektstatus / Fortschritt

Planungsphase
100%
Durchführungsphase
75%
Abschlussphase
0%
Evaluationsphase
0%

Angewandte Methoden

Ziele

  • Aktives Nutzen von Sozialen Medien
  • Neue Zielgruppen gewinnen, d.h. auch Frauen und junge Erwachsene ansprechen
  • Längere Aufenthaltsdauer durch Gastronomie
  • Analyse der aktuellen Verkaufszahlen
  • Servicequalität (B2B) verbessern
  • Stärkung der Kundenbindung
  • Analyse der aktuellen Kundschaft

Einblicke in das Projekt

Projektlaufzeit

  • Start

    Das Pilotprojekt startete September 2019.

  • Sichtbarkeit erhöht

    Mit den Influencern Marvin und Nadine konnte sich der Baumarkt in den Sozialen Medien etablieren.

  • Pop-Up-Store

    Der Pop-Up-Store von Oktober bis Dezember 2019 war ein voller Erfolg, sodass noch immer Kunden danach fragen.

  • Pressetermin 2020

    Auf der EuroShop 2020 in Düsseldorf hatte wurde Pressevertretern die Ergebnisse des Projekts vorgestellt

Beteiligte Partner / Unternehmen

Hagebaumarkt Grünhoff
Rheindorfer Str. 55
40764 Langenfeld

Tel.: 0 21 73 / 896 60 – 505
E-Mail: info@hagebau-gruenhoff.de

gmvteam GmbH (im Auftrag des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Handel)
Rather Kirchplatz 11
40472 Düsseldorf

Tel.: 0 211 / 5989 6507
E-Mail: info@gmvteam.de