Mehr digitale Weiterbildung durch Corona? Oder: Wie die Pandemiezeiten das Lernen verändert hat

Mailin SchmelterGeschätzte Lesedauer: 2 Minuten

Weiterbildung für Mitarbeitende im Handel muss digitaler werden – Die Projektgruppe FlexNet Handel unterstreicht die Relevanz. Denn: Der Bedarf ist da und im Verlauf der Pandemie haben bereits rund ein Drittel der kleinen und mittleren Handelsunternehmen digitale Fortbildungen angeboten.

Das vergangene Jahr hat eine Vielzahl an Branchen und Unternehmen, aber insbesondere auch Handelsunternehmen stark getroffen. Um auch während der Krise bestehen zu können, wurden digitale Ansätze in Service und Verkauf essenziell. Gerade diese Entwicklung zeigt einmal mehr die Relevanz von motiviertem und gut ausgebildetem Personal. Jedoch geraten in dieser Zeit des besonders schnellen Wandels Themen wie Weiterbildung für Mitarbeitende schnell in den Hintergrund.

Laut der letzten Erhebung des IFH KÖLN im Rahmen des Projekts „Flexibles digitales Lernen – Netzwerk Handel“ hat es trotzdem knapp ein Drittel (32 %) der kleinen und mittleren Handelsunternehmen geschafft, ihre digitalen Weiterbildungsansätze während der Pandemie auszubauen. Meistens handelt es sich dabei um Live-Webinare oder Online-Videoschulungen. Vereinzelt wurden aber auch unternehmensinterne Lernplattformen implementiert, um konkrete und relevante Themen zu vermitteln.

Einbezug der Lernenden in Implementierungsprozess von hoher Relevanz

Im Mittelpunkt der unternehmensbezogenen Weiterbildung sollten aber vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen. Damit die unternehmensindividuelle Weiterbildungsstrategie auch langfristig erfolgreich bleibt, bedarf es allerdings einer strukturierten Planung und dem Einbezug der Lernenden. Neben den individuellen Lernbedarfen der Mitarbeitenden, wollen zum Beispiel auch organisatorische und prozessorientierte Weichen gestellt werden:

Die Hälfte der befragten Verkäufer:innen gibt an, dass nichtbezahlte Weiterbildungszeit die eigenen Lernmotivation stark negativ beeinflusst. Gleichzeitig wird circa ein Drittel der bereits digital Lernenden für ihre Weiterbildungszeit nicht vollständig entlohnt. Solche Details müssen schon vor der Implementierung mitgedacht und in das Gesamtkonzept eingearbeitet werden, damit auch in schwierigen Zeiten der erste Stein für ein erfolgreiches digitales Weiterbildungskonzept gelegt werden kann.

Zwar verlagert die Diskussion um das Thema „Lebenslanges Lernen“ die Verantwortung in Bezug auf die Weiterbildung immer mehr zum Mitarbeitenden selbst, dennoch ist die berufliche Weiterbildung und ein systematisches Konzept für die Digitalisierung dieser, Grundvoraussetzung für engagierte und erfolgreiche Mitarbeiter:innen.

Kostenlose Veranstaltung

Wie Händlerinnen und Händler die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter:innen mit digitalen Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen können und welche Herausforderungen es zu beachten gilt, kann man auf der digitalen Veranstaltung Digitales Lernen am Projekt FlexNet erklärt erfahren.

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