Kartenzahlung und kontaktloses Bezahlen immer stärker auf dem Vormarsch

Vladislava DubininaGeschätzte Lesedauer: < 1 Minute

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Die Antwort auf diese Frage fiel bisher vor allem bei kleineren Unternehmen oft negativ aus. Doch seit der Corona-Krise steigen Nachfrage und Angebot von kartengestützten Bezahlverfahren stark an. Nachdem die Barzahlung jahrelang die beliebteste Zahlungsart im deutschen Einzelhandel war, landete der Anteil an Barzahlungen im Jahr 2018 erstmals hinter der Kartenzahlung. Bereits 2019 lag der Umsatzanteil der Kartenzahlung 4 Prozentpunkte höher als der Anteil von Bargeld. Deutlicher Marktführer ist die girocard, deren Erfolg nicht zuletzt auf die hohe Akzeptanz des kontaktlosen Bezahlens bei Händlern und Verbrauchern zurückzuführen ist. 26,5 Prozent der girocard-Transaktionen waren im Jahr 2019 kontaktlos, insbesondere im Dezember lag der Anteil bereits bei 35,7 Prozent und während der Corona-Krise im April 2020 sogar bei ca. 45 Prozent (Zahlungssysteme im Einzelhandel 2020, EHI).

Der Trend zum kontaktlosen Bezahlen wirkt sich auch positiv auf die Entwicklung des mobilen Bezahlens mit dem Smartphone aus. Das Smartphone, fester Bestandteil unseres Alltags, bietet sowohl HändlerInnen als auch KundInnen viele Vorteile. Dazu gehört nicht nur die Kontaktlos-Technologie, die einen schnellen und hygienekonformen Kassiervorgang ermöglicht, sondern auch die Erschließung neuer digitalaffiner Zahlungsgruppen.

Da es nicht die ultimative Zahlungsart für jede Situation gibt, ist ein Mix aus vielen unterschiedlichen Bezahlverfahren eine gute Strategie, um möglichst viele Kundenpräferenzen hinsichtlich der Zahlung abzudecken. Dies gilt nicht nur im stationären, sondern auch im Onlinehandel und beugt unnötigen Kaufabbrüchen vor.

Unser Infoblatt „Bezahlprozesse im Handel“ liefert einen Überblick über die gängigsten Zahlungsarten in Deutschland und ihre Verteilung. Außerdem beantwortet es die Frage, welche Kriterien es bei der Auswahl der vielfältigen Zahlungsvarianten zu berücksichtigen gilt.

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