Innovationsmanagement im Mittelstand

Bernhard SchindlerGeschätzte Lesedauer: 2 Minuten

 „Made in Germany“ ist noch immer im Trend, wenngleich der Glanz in den letzten Jahren mehr und mehr verloren geht. Während sich Deutschland traditionell mit der Entwicklung weltweit führender Technik rühmt, nimmt das Investitionsvolumen in neue Technologien weiter ab. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, muss sich der Mittelstand stets neu positionieren. Jedes Unternehmen, das langfristig erfolgreich sein will, benötigt ein Innovationsmanagement, damit Innovationen nicht dem Zufall überlassen werden. Doch welche Möglichkeiten gibt es, um innovativer zu werden?

Interne Lösungsansätze für mehr Innovation

Innovationsstrategie entwickeln: Nur wenn die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung Teil einer langfristig ausgerichteten Unternehmensstrategie sind, können mittelständische Unternehmen erfolgreich aus dieser Phase der digitalen Transformation hervorgehen.

Moderne Arbeitsweisen integrieren: Innovation und kreative Ideen werden auch durch Veränderungen und Modernisierung im Arbeitsumfeld gefördert. Integrieren Sie beispielsweise fluide Organisationsformen, moderne Arbeitszeiten-Regelungen, Informationsaustausch über digitale Medien oder dynamische Projektteams aus verschiedenen Abteilungen.

Schwarmintelligenz nutzen: Binden Sie Ihre Mitarbeiter aktiv in den Innovationsprozess ein: Diskussionsrunden, Impuls-Vorträge, Workshops oder ein „Ideen-Tank“, bringen Ideen hervor, die im Tagesgeschäft verloren gehen. Wenn alle miteinbezogen werden, steigert das außerdem die Akzeptanz und Erfolg von Änderungsprozessen im Unternehmen.

Weitere Tipps

  • Erlauben Sie sich Freiräume für Experimentier- und Suchphasen
  • Versuchen Sie den Markt und Ihre eigene Position noch kritischer als bisher zu beobachten
  • Seien Sie offen für Veränderung und Erneuerung von Produkten und Prozessen in Ihrem Unternehmen
  • Checken Sie die Möglichkeiten zur Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen: was kann online abgewickelt oder über Smart Services bereitgestellt werden?

Hochschulabsolventen werben

Unter den Unternehmen, die Hochschulabsolventen beschäftigen, liegt der Anteil derer mit Digitalisierungs-Ausbau mit 56 % um drei Viertel höher als in Unternehmen ohne Hochschulabsolventen. Machen Sie junge Talente z.B. über Hackathons, Hochschul-Forschungsprojekte oder Abschlussarbeiten auf sich aufmerksam.

Netzwerke aufbauen

Durch Offenheit über Innovationsprozesse und das Einbeziehen des Wissens von Kooperationspartnern (Kunden, Lieferanten, Wettbewerb…) können spezifische Nachteile wie begrenzte Ressourcen und Notwendigkeit der Spezialisierung überwunden werden.

Neue Märkte & Expansionen anstreben

Wagen sich Unternehmen aus Ihrer Komfort-Zone, ergeben sich neue Möglichkeiten: sie geraten in einen intensiveren Wettbewerb und sind umso mehr darauf angewiesen Produkte up to date und Geschäftsabläufe effizient zu halten. Überregionale und ausländische Märkte stellen eine Quelle für neues Wissen und Anregungen dar, die sowohl zu traditionellen Innovationen als auch zum Ausbau der Digitalisierung führen können.

Top Tipp: Start-Up-Kooperationen 

Start-Ups haben tolle Ideen, innovative Mitarbeiter und arbeiten zumeist mit neuesten Technologien. Deswegen sind sie die idealen Partner, um Innovationen in etablierten Unternehmen voranzutreiben. Das Beste? Eine Start-Up Kooperation vereint die Vorteile aller externen Lösungsansätze:

  • Zusammenarbeit mit jungen Talenten
  • Erweiterung des eigenen Netzwerkes
  • Das Eintreten auf neue Märkte und Zugang zu neuem Wissen

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