Die Roadshow Handel

Judith HellhakeGeschätzte Lesedauer: 3 Minuten

5 Stationen und eine einheitliche Botschaft: Digitalkompetenz, Netzwerke und Fördermöglichkeiten für den stationären Handel nutzen.

Die Roadshow Handel des „Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen“ (MWIDE) wurde begleitet von regionalen und bundesweiten Unterstützungsnetzwerken und Förderinitiativen für Händlerinnen und Händler. Mit von der Partie waren bei den bisher vier realisierten Stationen neben den lokalen Industrie- und Handelskammern das IFH Köln, die Digitalcoaches, die NRW.Bank sowie das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel und diverse Referenten aus der Praxis. Den vorerst letzten Halt macht die Roadshow Handel am 18. Februar in Münster. Anmeldemöglichkeit unter: https://kompetenzzentrumhandel.de/veranstaltung/roadshow-handel-5/

Aber wie war es bisher? Ein Rückblick von Judith Hellhake.

Verzahnung der Förderinitiativen als Nährboden für digitalen Aufbruch

Impulse aus Theorie und Praxis lockten über 250 Teilnehmer nach Düsseldorf, Dortmund, Aachen und Bielefeld. Dabei stand zu Beginn die zentrale Frage im Raum: Wie wird sich Nordrhein-Westfalen als Handelsstandort entwickeln? Den ersten Impuls gab Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart zum Auftakt der Veranstaltungsreihe, gefolgt von Frank Fischer, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Beide Vertreter begrüßten die Zusammenarbeit von Landes- und Bundesinitiativen ausdrücklich. „Die digitale Transformation des Mittelstands kann nur im Zusammenspiel aller Akteure gelingen. Eine enge Abstimmung zwischen Bund, Ländern, Kammern und Verbänden ist Voraussetzung für die erfolgreiche Ausrichtung der einzelnen Förderinstrumente“, so Frank Fischer, Referatsleiter Mittelstand-Digital am BMWi.

Einigkeit herrschte zudem dahingehend, dass Digitalisierung insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen keine lose Handlungsoption darstellen sollte. Onlinesichtbarkeit stationär verorteter Unternehmen ist dabei ein erster entscheidender Schritt, den es zu gehen gilt. Dass stationäre Konzepte nicht von digitalen Lösungen abzukoppeln sind, zeigen auch die Ergebnisse des Projektaufrufs „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung und dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Ein weiterer Call ist für 2020 zu erwarten und bietet Händlerinnen und Händlern die Möglichkeit, eigene Zukunftskonzepte zu entwickeln und Investitionen (teilweise) fördern zu lassen. Der Startschuss für die Bewerbungsphase fällt am 7. Mai 2020 beim eCommerce-Tag NRW. 

(Virtuelle) Umsetzungsbeispiele regen Ideenfindung an

Digitalisierung in der Handelswelt zielführend einsetzen? Wie kann das aussehen? Und was bedeutet das für kleine Unternehmen? Die Fragestellungen der anwesenden Händlerinnen und Händler gingen vielmals in die gleiche Richtung: Wie kann ich meine Onlineperformance verbessern und mehr Frequenz in mein stationäres Ladengeschäft bekommen? Welche Anforderungen werden an eine kundenzentrierte Website gestellt und welche Rolle spielt Social Media im Zuge der Reichweitensteigerung? Anregungen für die eigene Umsetzung erhielten die Teilnehmer aus erster Hand, denn nichts überzeugt mehr als der authentische Beitrag eines Handelsunternehmens, das Veränderungsprozesse selbst durchlaufen hat. So wurden Best-Practice-Beispiele aus der Region in das Veranstaltungskonzept integriert und Erfahrungswerte geteilt. Verbunden mit dem Aufruf: „Traut euch, ihr könnt es auch!“

Um den Zugang zum Thema Digitalisierung ansprechend und neuartig zu gestalten, hielt das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel zudem VR-Lösungen als Inspirationsquelle für die Zielgruppe bereit. Die Teilnehmer nahmen das Angebot der interaktiven und neuartigen Auseinandersetzung mit Umsetzungsbeispielen als Mehrwert wahr: „Ich bin begeistert. Das fühlt sich ja an, als würde ich direkt im Geschäft stehen und mit der Verkäuferin interagieren. So kann ich richtig eintauchen und Informationen einholen.“

Klingt gut? Hier geht es zur Anmeldung für den letzten Stop der Roadshow Handel in Münster am 18. Februar.