Remote Work und Telearbeit: Arbeiten in Zeiten von Corona

Marilyn ReppGeschätzte Lesedauer: 3 Minuten

In einigen Branchen und Unternehmen ist es durchaus schon verbreitet: Das Arbeiten von zu Hause aus – im Home-Office oder wo auch immer man sich befindet. Wir fassen für Sie die spannendsten Tools zusammen und haben auch für stationäre Einzelhändler ein paar Ideen parat.

Aufgrund des Fachkräftemangels sind gerade Start-Ups schon lange auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern im Ausland. Möchte sie oder er dann wirklich einsteigen, aber nicht umziehen, kann Remote Work eine Antwort sein. In Zeiten von Corona-Krise beschäftigen sich nun immer mehr Unternehmen mit der Frage, wie die Zusammenarbeit digital gestaltet werden kann – ohne Präsenz.

Einige Anbieter haben die Corona-Krise als Chance entdeckt und bieten nun ihre Dienste zeitlich begrenzt kostenfrei an. Einen Überblick finden Sie hier.

Oldie, but Goldie: die Telko

Telefonkonferenzen kennt man schon lange. Anbieter wie MeetGreen, meeyoo oder easyAudio haben unterschiedliche Konditionen für unterschiedliche Zielgruppen. Einen Überblick über mehrere Anbieter findet man hier.

Wie im echten Meeting sollte es bei der Telko auch klare Regeln geben. Die wichtigste Regel: bei mehreren Teilnehmern sollte das eigene Mikro ausgeschaltet werden, wenn man nicht gerade spricht. Bei dem einen hört man sonst Hundegebell im Hintergrund, laute Kinder, die Bahn oder sonstige Störgeräusche – das muss nicht sein. Außerdem sollte man zum Termin sicherstellen, dass man eine gute Telefonverbindung hat – gerade beim Bahnfahren oder in der U-Bahn ist das nicht zu hundert Prozent sichergestellt.

Videokonferenzen

Videokonferenzen bieten Zoom, Google Hangouts, Skype, AdobeConnect, Lifesize oder Pronto an – auch hier gibt es verschiedene Anbieter mit verschiedenen Konditionen. Auch hier gilt: unbedingt auf eine gute Internet-Verbindung achten. Wie im analogen Meeting im Büro kann man Präsentationen teilen. Man muss also auf nichts verzichten.

Zusammenarbeit

Man muss nicht wegen jeder kleinen Info gleich eine Telko oder eine Videokonferenz vereinbaren. Daher nutzen immer mehr Unternehmen, was sich im privaten Bereich schon lange durchgesetzt hat: Messenger-Dienste. Im Chat lassen sich schnell offene Fragen ohne langes Gespräch klären. Slack, Microsoft Teams oder WhatsApp sind die bekanntesten Anbieter.

Projektmanagement

Um Fristen, To Do`s, Aufgabenverteilung und Projektziele im Team im Blick zu behalten, kann man heute auf Browser-basierte Tools zurückgreifen. Diese sind von überall abrufbar, wo es Internet gibt. Die bekanntesten: Trello, Asana, Ace Project. Hier finden Sie einen Überblick zu verschiedenen Tools.

Aber was macht jetzt der stationäre Handel?

Stationäre Einzelhändler, die auf staatliche Anordnung hin auf unbestimmte Zeit nicht öffnen dürfen, haben nun existenzbedrohende Probleme.

Viele werden auch hier kreativ: Stammkunden im Fashionbereich können sich die neueste Kollektion über die WhatsApp-, Facebook- oder Instagram-Story ansehen und direkt bestellen.

Der Hagebaumarkt Grünhoff in Langenfeld hat es schon lange vorgemacht und ist in den Sozialen Medien aktiv und bekannt. Was machen die Kunden jetzt ohne Sport, Restaurants und Bars? Vielleicht den Balkon bepflanzen oder das Schlafzimmer neu streichen? Darauf können auch kleine Händler eingehen und neue Möglichkeiten testen. Flexibilität ist hier ein wichtiges Stichwort, vieles kann nun ausprobiert werden – manches kann schiefgehen.

Live-Stream-Shopping

In Asien schon lange ein großer Trend: Live-Stream-Shopping. Hier kann man live zusehen, wie Produkte präsentiert werden und mit der präsentierenden Person in Interaktion treten – außerdem kann man hier direkt online bestellen. Die Verbindung zu den Sozialen Meiden ist dabei besonders wichtig, denn es geht nicht nur ums Kaufen, sondern vor allem um Unterhaltung. In Deutschland bietet LiSA eine technische Lösung zum Live-Stream-Shopping.

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